Dem vor wenigen Tagen als Reaktion auf eine angekündigte Demonstration der neonazistischen NPD gegründeten „Chemnitzer Bündnis für Frieden und Toleranz – kein Platz für Nazis“ gehören nach Recherchen der IDS auch Personen und Gruppierungen der offen freiheitsfeindlichen, extremistischen Linken an. Neben den verschiedenen Organisationen der Partei „Die Linke“ sind im Bündnis weitere Linksextremisten vertreten, die auch von verschiedenen Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder beobachtet werden.
So gehören zu den Erstunterzeichnern des Bündnisses, dessen politische Führung die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) übernommen hat, beispielsweise die Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands und der ihr nahestehende TU-Professor Josef Lutz. Dessen Ehefrau ist Mitglied des „Zentralkomitees“ (Bundesvorstand) der MLPD. Josef Lutz selbst tritt regelmäßig als Interviewpartner der Parteizeitung „Rote Fahne“ in Erscheinung. Die MLPD bezieht sich ideologisch-programmatisch positiv auf den Sozialismus stalinistischer und maoistischer Prägung. Die Regime Stalins in der UdSSR und Mao Zedongs in China gehörten zu den mörderischsten des Sozialismus. Millionen Menschen fanden während ihrer Schreckensherrschaft den Tod. Die MLPD wird von den Verfassungsschutzbehörden beobachtet.
Zu den Bündnis-Mitgliedern gehört auch die VVN-BdA, eine Organisation, die von Sozialisten und Kommunisten nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde. Bis zum Zusammenbruch der sozialistischen DDR-Diktatur wurde die linksextremistische Organisation weitgehend von der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) dominiert, die wiederum von der DDR-Staatspartei SED finanziell abhängig war und gesteuert wurde. Tätigkeitsschwerpunkt der VVN-BdA ist der „Antifaschismus“, wobei hierbei nicht die friedliche Opposition zu neonationalsozialistischen Gruppen gemeint ist, sondern gemäß marxistischer Faschismusinterpretation der Kampf gegen den „Kapitalismus“ und den freiheitlichen Rechtsstaat. Laut Verfassungsschutz Bayern ist das Ziel der VVN-BdA, die heute von Mitgliedern der Parteien DKP und „Die Linke“ geprägt wird, die Errichtung einer kommunistischen Diktatur.
Auch die „Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V.“ gehört zu den offiziellen Mitgliedern des durch die Chemnitzer Oberbürgermeisterin initiierten Bündnisses. Hierbei handelt es sich um eine Vereinigung von frühren Künstlern, Wissenschaftler und Stasi-Mitarbeitern, die sich aus Überzeugung an der Aufrechterhaltung der sozialistischen DDR-Diktatur beteiligten und auch nach dem Fall des Regimes keinerlei Reue zeigen. Der Verein versteht sich als „Menschenrechtsorganisation“ und prangert angebliche „Menschenrechtsverstöße“ nach der deutschen Einheit an, wie das Entlassen von Stasi-Kadern aus dem öffentlichen Dienst. Preisträger des „Menschrechtspreises“ der Gesellschaft ist unter anderem der (ehemalige) kommunistische Diktator Kubas, Fidel Castro. Darüber hinaus ist der „Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V.“ die „Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung“ angeschlossen. Bei dieser handelt es sich um eine Vereinigung ehemals leitender Stasi-Kader, Grenztruppenoffiziere usw. Die Vereinigung ist insbesondere wegen ihrer hartnäckigen Verniedlichung der DDR-Diktatur, der Rechtfertigung des mörderischen DDR-Grenzregimes und der Einschüchterung ehemaliger politischer Gefangener der DDR ins Schlaglicht der Öffentlichkeit geraten.